Weingarten von Kobatl

Vulkanisch. Mutig. Biologisch.

Das Weinbaugebiet Vulkanland Steiermark, das von Bad Radkersburg bis hinauf nach Hartberg reicht, bietet eine kaum enden wollende Vielfalt. Wo lange Zeit der Apfelanbau vorherrschte, besinnt man sich wieder auf die jahrtausendealte Geschichte des Weinbaus. Mit dem Fokus auf Modernität und Qualität: Ein perfekter Nährboden für den Bioweinbau.

Der Weinbau in der Südoststeiermark reicht bis in die Römerzeit zurück. Bereits in der Antike wurden in der Region rund um die Mur Weinreben kultiviert; im Mittelalter entwickelte sich der Weinbau rund um Radkersburg und im heutigen Vulkanland zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig. Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Rebflächen in der Oststeiermark enorm, doch im 20. Jahrhundert dominierte der Obstbau die Landschaft der Ost- und Südoststeiermark. Heute genießen wir eine Region, die von Burgen und Schlössern, sanften Hügeln und den charakteristischen kegelartigen – also vulkanischen – Erhebungen geprägt ist.

Unter den rund 1000 Weinbaubetrieben im Vulkanland Steiermark habe ich mir – ganz handverlesen – biologisch wirtschaftende Betriebe herausgepickt. Die ausgewählten Bioweingüter im Vulkanland Steiermark stehen für mutige Entscheidungen, ein klares Bekenntnis zu Natur und Ursprünglichkeit – und für den Willen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Rund um den malerischen Wein- und Wallfahrtsort Straden kann man angenehm wandern. Und solche Blicke genießen.

Werner Resch: Storytelling für Wein

Werbeagentur? Verkostungsraum? Im modern gestylten Ambiente geht alles Hand in Hand. Seit 30 Jahren betreibt Werner Resch seine Agentur in der Südoststeiermark – und so bekam er einst den Auftrag, den legendären Klöcher Traminer zu promoten: Er sollte dem „Wein mit dem Duft der Rose“ ein neues Image verleihen.

Seit damals ist Werner überzeugt: Um über Wein etwas sagen zu können, muss man alles an ihm kennen, vom Schnitt bis zur Lese. Und er machte sich an die Arbeit, um zu lernen. Nach und nach ist das Interesse am Wein gewachsen – bis er den Wunsch hegte, selbst Winzer zu werden.

Aber es brauchte Geduld, bis er als Quereinsteiger schließlich die Chance auf ein Kontingent von 1,5 Hektar Rebfläche erhielt. „Wenn ich geahnt hätte, was ich mir da antue…“, sagt er heute, und meint den enormen Einsatz, den so ein Vorhaben neben dem Hauptberuf abverlangt.

Umso mehr, als er sich von Anfang an, im Jahr 2013, auf die sogenannten PIWI-Rebsorten fokussierte. Weine aus den pilzwiderstandsfähigen Spezialzüchtungen, die vorwiegend aus Deutschland und der Schweiz kommen, waren hierzulande den Weingenießern unbekannt. Das bedeutete harte Überzeugungsarbeit: Professionelles Storytelling war angesagt.

Bio als einziger Weg

Im Weinbau und in der Vinifizierung kam für Werner Resch nur der biologisch-zertifzierte bzw. biodynamische Zugang infrage. Nicht nur aus Respekt vor der Natur, sondern auch weil der Hauptteil seiner kleinen Rebfläche mitten im Ort liegt – Chemie dort aufzubringen wäre also undenkbar. Pro Jahr muss er seine Weingärten nur vier Mal behandeln, wobei er Kupfer, Schwefel, Backpulver – und selbst gezogene Tees verwendet.

Werner Resch vinifiziert heute fünf Sorten: Souvignier Gris, Bronner, Muscaris, Cabernet Blan in Weiß und Cabernet Jura in Rot. Daneben gibt es manchmal eine Cuvée, aber auch verschiedene Edelbrände und einen ausgeklügelt hergestellten alkoholfreien Frizzante. Ich verrate nur so viel: Dem Getränk wird nichts entzogen.

„Am Anfang wurde ich dafür belächelt, keiner glaubte an diese Rebsorten.“ Heute aber gewinnen PIWI-Weine zunehmend an Bedeutung, vor allem im biologischen Weinbau in Mitteleuropa.

Eine Frage an Werner Resch drängt sich fast auf: „Muss der eigene Wein eigentlich beworben werden?“ Meine Vermutung bestätigt sich: „Nein, dafür muss ich nichts tun“, lacht der Werbeprofi, „die 4.500 Flaschen verkaufen sich auch so alle!“ Ob dies auch an den ansprechenden Etiketten liegt? „Die klassischen stammen von mir, aber die frecheren Etiketten, wie für den Frizzante, haben meine Töchter entworfen. So geht das für die Jungen, sagen sie.“

Weineum Yeltsberg, Berndorf 180, 8324 Kirchberg an der Raab
Kleine Manufaktur


PIWI-Rebsorten

PIWI steht für pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Diese modernen Kreuzungen sind wesentlich robuster gegen Rebkrankheiten wie Echter und Falscher Mehltau und benötigen deshalb bedeutend weniger Pflanzenschutz. Das macht sie besonders interessant für biologischen und nachhaltigen Weinbau. Zu den bekanntesten PIWI-Sorten zählen Souvignier Gris, Muscaris, Solaris, Bronner, Cabernet Blanc, Sauvignac, Cabernet Jura, Regent und Roesler. Die daraus entstehenden Weine zeigen heute eine erstaunliche stilistische Vielfalt.

Mike Gangl: Doktor Google für PIWI & Bio

Er hat einen gewissen Ruf, der ihm vorauseilt: Wer in puncto biologischer PIWI-Weinbau etwas wissen will, muss Mike fragen. Na dann! Die Sonne ist uns hold und wir sitzen draußen im Hof.

Der Weinbau ist hier, im ehemaligen Obstbaubetrieb, noch jung, berichtet Mike, erst im Jahr 2013 wurden die ersten Reben ausgepflanzt. Als Schüler war er an die HBLA Klosterneuburg gegangen, um – wie sein Vater Toni – Obstbauer zu werden. Und kam zurück mit der fixen Idee, doch lieber Wein zu machen. Nach Etappen in Südafrika, Deutschland und Neuseeland und einigen Lernerfahrungen zu Hause ging es bald in die für ihn richtige Richtung.

Mittlerweile setzt man bei Kobatl, wie der Hof heißt, zu 100 % auf PIWI-Rebsorten und macht daraus biologisch-organisch zertifizierte Weine: „Unsere Natural Wines sind frei von Reinzuchthefen, frei von Enzymen, frei von allem, was man so tun dürfte im Wein.“

Er versucht außerdem, möglichst ohne Schwefel auszukommen, doch das ist je nach Jahrgang unterschiedlich. Die „Jahrgangstreue“ ist ihm dabei besonders wichtig – kein Jahr ist gleich und so ist auch der Charakter der Weine immer anders.

Die Zeit arbeiten lassen

Zeit ist daher bei Mike Gangls Weinen der wichtigste Faktor: Sie kommen frühestens ein bzw. zwei Jahre nach der Ernte in den Verkauf.

Auf diese Weise produziert er – Jahrgang 1993 –jedes Jahr neun Weine, mit einer Einstiegs- und einer Premiumlinie sowie einem flaschenvergorenen „Sprudel“. Kreative Extras gibt es ebenfalls immer wieder – einmalig und limitiert.

Der Souvignier Gris ist bei Kobatl der wichtigste Repräsentant: Eigentlich eine eher neutrale Sorte, wie Mike betont. 90 Prozent der Weingärten liegen am Hang des Königsbergs, eines erloschenen Vulkans. So wird auch dieser Wein „salzig, steinig“. Oder wie ihn Mike weiter beschreibt: „Ein bisschen reduktiv, in Richtung Popcorn. Am Gaumen betont eisenhaltig und mineralisch. Mit einer gewissen Säure, das ist dann doch wieder die Steiermark.“

Die biologische bzw. biologisch-organische Zertifizierung ist zwar in Österreich bereits streng, doch Mike geht noch weiter – in Richtung biodynamischer Weinbau mit möglichst wenigen Interventionen.

Der Betrieb setzt außerdem auf Vitiforst: ein neues System im Weinbau, bei dem Rebflächen mit Bäumen kombiniert werden. Ziel dieser modernen Strategie ist, dem Klimawandel und seinen extremen Wetterereignissen zu begegnen und gleichzeitig die Biodiversität zu stärken.

Weitreichendes Vulkanland

Die Weinbauregion Vulkanland Steiermark ist flächenmäßig das größte Gebiet der Steiermark und reicht bis nach Hartberg. Die rund 100 Winzer im Verein profitieren von gewissen „Synergien“ und legen großen Wert auf Weiterbildung – auch dabei ist Mike ein gefragter Mann. Und weil er die Herausforderung braucht, studiert er nebenbei nachhaltiges Lebensmittelmanagement an der FH Graz. Um auch die Gestaltung seiner Etiketten selbst in die Hand zu nehmen, absolvierte er eine eigene Ausbildung.

Und wo gibt es nun den Wein vom Kobatl zu trinken? Zum Teil in der gehobenen Gastronomie in Österreich, aber auch in der eigenen Buschenschank, die hier Lounge heißt und pro Jahr etwa 50 bis 70 reguläre Öffnungstage hat.

Und als Mike sich in jugendlicher „Revoluzzermanier“ einmal nichts pfiff und aufs Datenblatt seines „Rumble in the jungle“ schrieb, dass dieser gut zu Hotdog passe, führte dies dazu, dass ein amerikanisches Sterne-Restaurant eine extravagante Würstel-Kreation mit Blattgold schuf – und ein ganzes Weinkontingent aufkaufte. Der Flaschenpreis im Lokal: 350 Dollar.

Die wichtigste Exportdestination für Mikes Weine ist jedoch Japan. Seine Geschäftspartner – inzwischen längst Freunde – kommen regelmäßig ins Vulkanland, wo bei lässigen Events japanisch inspirierte Küche mit hochwertigen Lebensmitteln aus nächster Umgebung kombiniert wird. Jetzt lacht der Kreativkopf: „In Japan behandeln sie dich wie Robbie Williams. Ich musste sogar auf der Wand unterschreiben …“

Kobatl.Wine – Biohof Familie Gangl, Pichla bei Radkersburg 31, 8355 Tieschen
Naturweine, Buschenschank


Gottfried Lamprecht: Mit beiden Beinen auf dem Boden

Wenn man glaubt, angekommen zu sein, geht es doch wieder weiter. Fast wie im echten Leben fühlt es sich an, wenn man zum Herrenhof Lamprecht will. Das Ziel macht jedoch alle Kurven wieder wett: In eine Richtung reicht der Blick bis zur fernen Riegersburg, in die andere fällt er auf ein honiggelbes imposanten Gebäude, etwas erhöht über der schmalen Straße. Hier wachsen Rosmarinbüsche und Feigenbäume, ganz wie im Süden. Eine junge Frau arbeitet im Vorgarten. „Hallo, ich bin Bettina – mein Mann kommt gleich!“

Gottfried Lamprecht will am liebsten gleich draußen loslegen, voller Erzähldurst. Ich brauche noch kurz Strom für mein Handy. Also führt er mich in den Verkostungsraum – einen der vier Keller des Hofs, mit alten Ziegelmauern und Möbeln aus massiver (eigener) Kastanie.

Der Herrenhof, erfahre ich, stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und gehörte einst zum nordöstlich gelegenen steirischen Augustiner-Chorherrenstift Vorau. Die Stiftsherren hatten ihre Wirtschaftshöfe weit verstreut – sicher ist sicher.

1913 kam der Urgroßvater aus St. Anna eher zufällig in die Gegend und erkannte die wirtschaftlichen Möglichkeiten des inzwischen privaten Herrenhofs. Er tauschte sein eigenes Land gegen dieses hier. Ein visionärer Mann. Gottfrieds Vater betrieb eine gemischte Landwirtschaft, aber er selbst entdeckte in der Schulzeit seine Begeisterung für Wein. Und so setzte er alles daran, ein Pflanzrecht auf 11 Hektar Landfläche zu bekommen – aber bis es so weit war, dauerte es ganze 15 Jahre.

Heute gedeihen auf einer einzigen Riede, dem Buchertberg, 70.000 Rebstöcke. Gelesen wird per Hand, noch findet Gottfried das Personal dafür.

Alte Sorten, klare Haltung

Im Gegensatz zu vielen Biowinzer-Kollegen hat Gottfried keine PIWI-Rebsorten im Programm – dafür über hundert Rebsorten, darunter zahlreiche historische, die er vor dem Aussterben bewahren will. Nur ein paar Namen fürs Notizbuch: Blauer Sylvaner, Adelfränkisch, Roter Gutedel, Schlehentrauben, Weißer Tokayer.

Das Weinsortiment am Herrenhof hat einen außergewöhnlichen Schwerpunkt: fast 90 Prozent Weißweine, dazu vor allem Gemischter Satz. Für Gottfried der „naheliegendste“ Wein, weil ursprünglich die Lage zählte und nicht die Rebsorte. Und: Es gibt sogar einen roten Gemischten Satz. Diese Form von Anbau ist für ihn auch eine Art Versicherung gegen zunehmende Wetterextreme.

Seit 2007 arbeitet der Herrenhof zertifiziert biologisch. Gottfried Lamprecht ist ein Mann mit beiden Beinen auf dem – hundertprozentig respektierten – Boden, doch auch handwerkliche Perfektion ist ihm beim Weinmachen heilig. Seine Weine, etwa Furmint und Weißburgunder, bleiben unfiltriert, sind frei von Zusätzen, nur minimal geschwefelt und entstehen Fass für Fass in Spontangärung.

Startin und Ö1 im Keller

Im beeindruckenden Fasskeller, dem ehemaligen Stall, gibt es Einmaliges zu bestaunen: Reihenweise 600-Liter-Fässer, sogenannte Startin. Heute selten, früher gang und gäbe. Das Fassholz stammt, wenig überraschend, zu einem guten Teil aus dem eigenen Wald. „Ich möchte die maximale Qualität und damit noch mehr Terroir in meinen Wein bringen.“

Jetzt lausche ich, irgendwoher ertönt klassische Musik. Gottfried erklärt: „Ach, das ist nur eine Zeitschaltuhr, ich höre hier beim Arbeiten Ö1 – hauptsächlich Nachrichten, aber auch die Musik ist entspannend.“

Weit über die Region hinaus

Gottfried Lamprecht ist international auf Messen unterwegs, etwa in Paris. Sein Hauptabsatz – rund drei Viertel – erfolgt über Export und Gastronomie. Die Weine gelten als fein und elegant und sind durch ihre Natürlichkeit beliebte Speisenbegleiter.

Und wie es sich für innovative Winzer gehört, gibt es jedes Jahr auch Sondereditionen. Dazu kommen zwei Sorten Verjus als Würzmittel und Getränk sowie ein in Österreich einzigartiger „Crémant de Herrenhof“.

In dem fast mediterranen Ambiente wird aber nicht nur gearbeitet, sondern auch gefeiert – von privaten Gruppen oder bei mehreren Events im Jahr. Am ersten Novembersonntag gibt es traditionell die „offene Kellertür“. Die schön renovierten historischen Räumlichkeiten machen jedenfalls Lust darauf. Womit wir wieder beim Anfang sind: Bettina ist studierte Restauratorin für Stein.

Noch eine Botschaft des Winzers für die Welt? „Ich wünsche mir, dass junge Menschen wieder zum echten Genuss finden – langsam, aber sicher. Slow.“

Herrenhof Lamprecht, Pöllau bei Gleisdorf 43, 8311 Markt Hartmannsdorf
Historische Rebsorten, Gemischter Satz

Bio im Weinbau – kurz erklärt

Biologisch zertifiziert (EU-Bio)
Gesetzlicher Mindeststandard. Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Mineraldünger, regelmäßige Kontrollen und EU-Bio-Siegel.
Biologisch-organisch
Stärkerer Fokus auf Bodenleben, Humusaufbau und geschlossene Hofkreisläufe (in Österreich häufig mit Bio Austria verbunden).
Biodynamisch
Ganzheitlicher Ansatz: der Hof als lebendiger Organismus, Arbeit mit natürlichen Präparaten und besonders sorgfältiger Bewirtschaftung (z. B. Demeter, respekt-BIODYN).

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Weitere Biowinzer im Weinbaugebiet Vulkanland Steiermark

Weingut Winkler-Hermaden, Kapfenstein 106, 8353 Kapfenstein
Restaurant, Führung zu Geologie

Die Weine des Familienweinguts in vierter Generation wachsen auf den Hängen zweier erloschener Vulkane, dem Kapfensteiner Kogel (inklusive lohnenswerter Aussicht) und dem Klöcher Hochwarth. Angebaut werden tradtionelle Rebsorten, aber auch PIWI-Weine wie Souvignier Gris. Der Gewürztraminer wird als Natural und Orange Wine ausgebaut. Kellermeister Christof Winkler-Hermaden lässt seinen Weinen Zeit zum Reifen: Das Fassholz aus Eiche stammt aus den eigenen Ländereien. Ganzjährig gibt es spezielle Führungen und Veranstaltungen: Lange Nacht der Kulinarik, Picknickfest, Raritätenverkostungen u.v.m.


Fischer Weine, Plesch 3, 8354 St. Anna am Aigen
Weingartenbesuch, Verkostungen

Die Geschwister Klaus, Bernhard und Claudia Fischer haben beschlossen, den elterlichen Bauernhof als Weingut in die Zukunft zu führen. Die ganzheitliche, handwerkliche Herangehensweise des sympathischen Dreierteams bringt lebendige und ausgeglichene Weingärten und ebensolche Weine hervor. Der Favorit hier: St. Anna Morillon. Empfehlenswert ist eine Verkostung im alten Gewölbekeller aus dem Jahr 1891.


Weingut Edi Tropper, Marktl 31, 8345 Straden
Wanderungen

Das Weingut von Edi Tropper duckt sich unter den malerischen Stradner Hügel. Mittel bis lang gereifte Orts- und Riedenweine stehen im Fokus der Weinphilosophie eines Winzers, der bei Qualität und Umweltschutz alles „100%ig“ will. Zu entdecken unter anderem: der mehrfacher Trüffelwein-Sieger (Grauburgunder im Verbund mit Grazer Trüffel), regelmäßige Weinwiesenwanderungen mit Verkostung am Stock, Zebu-Rinder.


Weinhof Krenn.49, Edelsbach bei Feldbach 49, 8332 Edelsbach
Weingartenbesuch, Buschenschank

Bei Josef Krenn gibt es naturbelassene und authentische Weine – und zwar durch Natur im Weingarten, Mut in der Vinifizierung und viel Handarbeit. Besonders: Pet Nat, Verjus, Wermut – auch eine Klassik-Linie und ein paar Weiße im Holz ausgebaut. Und weil der Mensch nicht vom Wein allein lebt, gibt es im Bistro delikate Kleinigkeiten von Gastgeberin Barbara Krenn. Sehenswert die Ausblicke vom Hausweingarten.


Moik Weine, Radochen 10, 8484 Straden
Weinverkostung mit dem Winzer

Die kleine Weinmanufaktur – mit hübschem Verkostungsraum – produziert auf Muschelkalk- und Sandsteinböden in steiermarktypischen Steillagen rassige, elegante Weine: Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Welschriesling und Weißburgunder. Der kraftvolle Rotwein des Hauses ist ein Zweigelt, der 100 Tage im Barrique reift. Rasch ausverkauft!


Weingut Ploder-Rosenberg, Unterrosenberg 86, 8093 St. Peter am Ottersbach
Führungen mit Verkostung

Ein Platz der guten Energie und des „sinnvollen Schaffens“: Weinbau abseits des Mainstreams in dritter Generation, mittlerweile nach Demeter-Richtlinien. Schon Vater Alfred galt als Visionär darin, Wein zu „gestalten“, Sohn Manuel führt den Spirit weiter. Europäische und PIWI-Rebsorten werden zu außergewöhnlichen Naturweinen vinifiziert, die man natürlich vor Ort verkosten kann: am besten nach einer ausgiebigen Haus- und Hofführung, die es als Paket zu buchen gibt.


Bioweinhof Monschein, Schwabau 21, 8345 Straden
Führungen, Seminare, Weinschulungen, Zimmer

Das Kulturgut Wein durch Aufmerksamkeit in die Zukunft bringen, lautet das Ziel. Winzerin Alexandra Monschein steht für Naturweine aus handwerklicher Arbeit. Die Ried Himberg bei Straden ist seit vielen Generationen in Familienbesitz, der lehmig-sandige Boden und die Steillage sind ideal für gebietstypische Qualitätsweine: Morillon, Welschriesling und Souvignier Gris werden hier aufwendig geerntet. Auf der Ried Sand gibt es etwa Merlot, Grauburgunder und Scheurebe. Bemerkenswert: der elegant-fruchtige Rheinriesling-Sekt.


Weingartmann Weine, Elz 21, 8182 Puch bei Weiz
Verkostungen, Äpfel, Kernöl

Der Familienname lässt es erahnen: Hier gab es schon früher Weinbau. Heute lässt Hannes Weingartmann gemeinsam mit dem Vater inmitten von Österreichs größtem Apfelanbaugebiet die Weinbaukultur wieder aufleben. Biologisch-zertifziert, der schonende Umgang mit Grund und Boden ist ihnen wichtig. Vom Südhang des oststeirischen Kulms gibt es spektakuläre Ausblicke. Und von dort kommen die ausgereiften, komplexen Weine – etwa Sauvignon Blanc, Muskateller und Weißburgunder.


Bio-Weinbau Schmallegger, Ring 178, 8230 Hartberg
Buschenschank, Slow Food

Wolfgang Schmallegger war schon früh von der Bio-Idee überzeugt: Seit über 30 Jahren gibt es hier Bioweinbau. Sohn Lukas folgt dem Vater mit Begeisterung nach. Tochter Magda widmet sich der kreativen Kulinarik in der Buschenschank. Zu empfehlen: Ein Spaziergang zum Ringkogel, mit Weingärten bis in 640 Meter Höhe. Zu probieren sind Grauburgunder und Gelber Muskateller – unfiltriert –, aber auch der Morillon Reserve und die Cuvée aus Zweigelt und Rösler.


Bioweingut Leitner, Schattauberg 79, 8211 Ilztal
Hofführung

Inmitten von Apfelanbau hat ein kleiner, aber feiner Weinbau Tradition. Seit über 10 Jahren schon gibt es PIWI-Rebsorten und dadurch eine nachhaltigere Bewirtschaftung. Die Ried Prebensdorfberg beherbergt die ältesten Weingärten, einer davon wurde bereits vor über 120 Jahren ausgepflanzt. Eine Besonderheit: Die Cuvée aus Souvignier Gris & Muscaris.



Fotos: Titelbild Mike Gangl, alle anderen: Nicole Richter

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