Gaststube Simale

Zum Simale auf der Wegscheide, Liebenfels

Kärntner Küche am Juchhe

In diesem abgelegenen Eck von Kärnten, am Juchhe in den Wimitzer Bergen, kommt man nicht einfach so vorbei, man muss schon hinwollen – zum Beispiel zum Wandern. Oder Radfahren. Oder: Weil man in ein sprichwörtlich legendäres Gasthaus einkehren will. Da, wo einst Simon Kramer alias „Krapfenbäck Simale“, ein sagenumwobener Räuber, zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter fragwürdigen Umständen ums Leben kam, geht es heute friedlich zu.

Seit über 200 Jahren gibt es an der Wegscheide in Zojach Gastronomie: Sie wird seit einigen Jahren schon von Wirtin und Jägerin Anrea Kogler betrieben. Sie hegt und pflegt die Kärntner Küche – was für ein Segen – und kocht so, wie man es sich von der Oma wünschen würde.

Ein kräftiges, dunkles Supperl, ein saftiges „Wimitzbierbratl“ mit Kraut und Knödeln, würzige Fleischnudeln mit zartem Teig, Erdäpfelgulasch und Krautfleckerl. Außerdem gibt es häufig Wildgerichte und dazu alles, was die Chefköchin im Wald an Essbarem findet.

Im gemütlichen Gastraum des winzigen Gasthauses mit 16 Sitzplätzen wartet in der kälteren Jahreszeit ein Kamin auf Gäste wie mich, die sich in seine Nähe schmiegen, um sich den Rücken wärmen zu lassen.

Im Sommer hingegen lockt ein prächtiger Gastgarten, um mit Sonne und viel Natur rundum das Leben zu versüßen. Apropos – Apfelstrudel, Cremeschnitten und Buchteln sind begehrte Objekte hier, aber man muss sie nicht rauben, man kann sie ganz einfach bestellen … Und dann jauchzen.

Genussadresse

Gasthaus Simale, Andrea Kogler, Kreuth 12, 9556 Liebenfels